Bayreuth Was Sie sich bei einem Bayreuth-Besuch unbedingt
anschauen sollten ist die Eremitage, eine historische Parkanlage vor den
Toren der Stadt - einst ein Refugium vom Höfischen - beherbergt das
Alte Schloss mit Innerer Grotte, Wasserspielen und einer märchenhafte
Orangerie mit dem zentralen Sonnentempel, der von Apoll, dem Gott der Musen,
bekrönt ist.
Wasserspiele, Obere Grotte:
täglich (Mai - Mitte Oktober) ab 10 Uhr jede volle Stunde bis 17 Uhr;
jeweils 10 Minuten später in der Unteren Grotte. Wasserspiele auf Wunsch
auch außerhalb dieser Zeiten.
Ort der weltberühmten Richard-Wagner-Festspiele auf dem Grünen
Hügel. Das Bayreuther Festspielhaus - einzigartig in Architektur und
Akustik - zählt zu den größten Opernbühnen der Welt.
Das Markgräfliche Opernhaus gilt als das schönste erhaltene Barocktheater
Europas und ist von der Bundesregierung offiziell als UNESCO-Weltkulturerbe
vorgeschlagen worden.
Es wurde im Auftrag der Markgräfin Wilhelmine von einer der berühmtesten
Theaterbaufamilien, den Bolognesern Giuseppe Galli Bibiena und seinem
Sohn Carlo, ausgestaltet. Mit 27 Metern Tiefe war die Bühne dieses
Opernhauses noch 1871 die größte in Deutschland - ein Superlativ,
der auch den Blick Richard Wagners auf Bayreuth lenkte.
Das Neue Schloss ist die Residenz der Markgrafen von
Bayreuth. Markgraf Friedrich und die preussische Prinzessin Wilhelmine,
Schwester Friedrichs des Großen, sind die alles überragenden
Figuren im Bayreuth des 18. Jahrhunderts.
Das Neue Schloss, 1753 von dem französischen Baumeister St. Pierre
errichtet, zeigt in beispielhafter Weise die Merkmale des Bayreuther Rokoko,
Garten- und Palmenzimmer, das Musikzimmer der Wilhelmine und das berühmte
Spiegelscherbenkabinett. |
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Die
Ordenskirche St. Georgen ist der erste repräsentative
Kirchenneubau nach der Reformation im Markgrafentum Brandenburg-Bayreuth
und eine der künstlerisch wertvollsten "Markgrafenkirchen".
Dieses sehenswerte Barockkleinod wurde ab 1705 nach einem Entwurf von Gottfried
von Gedeler gebaut und hat einen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes.
Taufstein, Kanzelaltar und Orgelprospekt sind von Elias Räntz, die
Stuckdecke von Bernado Quadri und die Deckenfresken von Gabriel Schreyer.
Der achteckige, Anfang des 17.Jahrhunderts vollendete Glockenturm der
Schlosskirche,
bei allen als "Schlossturm" bekannt, ist ein Wahrzeichen Bayreuths.
Ostern 1758 wurde die Schlosskirche eingeweiht. Im Inneren überrascht
der zum Besten des Rokoko gehörende Deckenstuck des Italieners Giovanni
Battista Pedrozzi. In dieser Kirche befinden sich die Sarkophage des Markgrafen
Friedrich, dessen Gemahlin Wilhelmine und deren Tochter Herzogin Friederike
Elisabeth Sophie. Seit 1813 kath. Pfarr- und Mutterkirche der kath. Pfarreien
von Bayreuth.
Coburg
Weithin sichtbar erhebt sich auf einem 464 m hohen Dolomitfelsen die Veste
Coburg, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer der größten Burg-
und Befestigungsanlagen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
ausgebaut worden ist. Bei klarem Wetter haben Sie einen großartigen
Fernblick in alle Himmelsrichtungen: nach Norden auf die Langen Berge und
die Ausläufer des Thüringer Waldes, nach Osten auf die Gipfel
des Frankenwaldes und des Fichtelgebirges und nach Westen über den
Straufhain und die Gleichberge bis hin zur Hohen Rhön. Im Südwesten
liegen die Haßberge, im Süden und Südosten die Höhenzüge
des Steigerwaldes und des Fränkischen Jura.
"Fränkische Krone" heißt die Veste Coburg aber nicht
nur wegen ihrer beherrschenden Lage. Denn dieses mächtige Bauwerk
mit seinen Türmen, Mauern und Bastionen war über Jahrhunderte
die Residenz von Herrschern und hat Persönlichkeiten von zeitgeschichtlichem
Rang in ihren Mauern als Gast gesehen, allen voran Martin Luther, der
hier 1530 fast ein halbes Jahr lang Zuflucht fand. Nicht zuletzt ist die
Veste Coburg eine bedeutende Stätte der Kunst.
Parkett des europäischen Hochadels - Schloss Ehrenburg
in Coburg
Schloss Ehrenburg diente seit 1547 als Stadtresidenz
der Coburger Herzöge. Heute blickt man vom Schlossplatz aus auf die
neugotische Fassade des 19. Jahrhunderts.
Doch bereits 1543 ließ Herzog Johann Ernst dort anstelle eines während
der Reformation aufgehobenen Franziskanerklosters eine dreiflügelige
Anlage errichten. Den Namen "Ehrenburg" soll das Schloss erhalten
haben, weil der Bau ohne Frondienste hochgezogen wurde. Herzog Johann
Casimir ließ die Anlage zu einem Geviert erweitern. Der teilweise
heute noch im Innenhof erkennbare |
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Anbau des Baumeisters Giovanni Bonalino
gilt als bahnbrechendes Werk der Renaissancebaukunst nördlich der
Alpen. Nach einer Brandkatastrophe wurde Schloss Ehrenburg ab 1690 unter
Herzog Albrecht zu einer barocken Residenz umgestaltet: Üppige Stukkaturen,
die Hofkirche und der prächtige Riesensaal legen davon heute noch
beeindruckend Zeugnis ab. Im 19. Jahrhundert erhielt die Ehrenburg unter
Herzog Ernst I. dann ihre neugotische Fassade nach Entwürfen des
Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel.
Schloss Callenberg wird von Kunsthistorikern zu den
bedeutendsten profanen Baudenkmälern des Coburger Landes nach der
Veste gezählt. Bemerkenswert ist nicht nur der burgartige Bau selbst,
sondern auch seine markante Lage auf einem Hügel mitten in einem
parkartigen Wald. Und für die Geschichte des Coburger Landes und
des Herzogtums Sachsen-Coburg
und Gotha hatte und hat Callenberg große Bedeutung, da die wichtigsten
Bau- und Kunstepochen Coburgs vereint sind: Spätrenaissance und deutsch-englische
Neugotik. Und trotz erheblicher Umbauten in diesen Epochen wurde der mittelalterliche
Ursprung der Anlage nicht völlig ausgelöscht.
Die Räume von Schloss Callenberg, die heute wieder als Museum zugänglich
sind, wurden in der Form restauriert, wie sie Mitte des 19. Jahrhunderts
ausgesehen hatten. Denn die Wanddekorationen der Zimmer waren - wenn auch
beschädigt - noch im Original erhalten. Die Einrichtung der Räume
mit wertvollen Möbeln und Kunstgegenständen aus vier Jahrhunderten
entspricht zwar nicht der Originalmöblierung der damaligen herzoglichen
Sommerresidenz, soll aber in lebendiger Form "Aspekte fürstlichen
Wohnens und Sammelns" des Coburger Herzogshauses vermitteln. Eine
Besonderheit sind die historischen Stand- und Tischuhren aus drei Jahrhunderten.
Schloss und Umgebung geben ein einmaliges Ambiente für Schlosskonzerte
- bei gutem Wetter im Innenhof, bei schlechtem Wetter in der Schlosskapelle.
In den 32 Räumen des Puppenmuseums werden 900 antike
Puppen überwiegend aus den klassischen Herkunftsgebieten gezeigt,
zu denen vor allem das Coburger Land und Südthüringen zählen.
Die Puppen und ca. 50 Puppenstuben und -häuser, antikes Spielzeug,
Puppenwagen sowie Miniaturporzellane stammen aus der Zeit zwischen 1800
und 1956.
Die große textile Kunstfertigkeit im 19. Jahrhundert wird an vielen
Beispielen hervorragender Puppenbekleidung gezeigt.
Die Ausstellungsstücke sind chronologisch angeordnet und außerdem
so kombiniert, dass lebendig wirkende Szenen der Wohn- und Arbeitswelt
dieser fünfzig Jahre entstehen.