Augsburg
Der sich über den Westbau der im Kern romanischen, im 18. Jahrhundert
umgestalteten Stiftskirche St. Peter am Perlach erhebende Turm wurde 1614-16
durch Elias Holl aufgestockt. Über einem den Grundriss des romanischen
Turmgeschosses fortsetzenden geschlossenen Kubus errichtete Holl ein offenes
Oktogon mit Welscher Haube. Er nimmt somit bereits die Grundstruktur der
erst spät in seine Entwürfe einbezogenen Türme des unmittelbar
benachbarten Rathauses vorweg. Gemeinsam mit diesen setzt der Perlachturm
einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.
In den folgenden 300 Jahren sind für das Rathaus
keine außergewöhnlichen Veränderungen zu verzeichnen,
bis es in der Bombennacht vom 25. auf den 26. Februar 1944 wie die übrige
Innenstadt schwer getroffen wurde. Der verheerende Brand zerstörte
Dächer und Kuppeln, den goldenen Saal samt den Fürstenzimmern
und den Oberen Fletz. Noch während des Krieges wurden erste Sicherungsmaßnahmen
durchgeführt, um die verbliebene Bausubstanz zu erhalten. Der erste
entscheidende Schritt nach dem Krieg war der Wiederaufbau des Dachstuhles
und der Deckenabhängung in Form eines Stahlfachwerkes.
Die von 1980-1984 durchgeführte Generalsanierung des Rathauses hatte
zum Ziel, im Innen- wie im Außenbereich mit entsprechenden Umbaumaßnahmen
neben den zahlreichen Substanzschäden auch den veralteten Zustand
der haustechnischen Einrichtungen zu verbessern sowie das denkmalgeschützte
Rathaus der ursprünglichen Gestaltungs- und Nutzungsidee soweit wie
möglich wieder anzunähern. Im Mittelpunkt stand hierbei der
erste Schritt zur originalgetreuen Wiederherstellung des Goldenen Saales
und eines Fürstenzimmers. Diese Sanierungs- und Rekonstruktionsarbeiten
wurden rechtzeitig zum 2000jährigen Stadtjubiläum abgeschlossen,
so dass am 9. Januar 1985 im Goldenen Saal die Wiedereröffnung des
Rathauses in festlichem Rahmen stattfinden konnte.
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Augsburger Dom Die Domgeschichte läßt sich,
bis in das Jahr 823 urkundlich zurückgehend, rekonstruieren. Ältester
Teil dürfte die Krypta unter dem Westchor sein, angelegt im 10. Jahrhundert
unter Bischof Ulrich. Fresken aus romanischer und gotischer Zeit, schöne
Gewölbemalereien, vier Tafelbilder von Hans Holbein d.Ä., Prophetenfenster
Jonas, Daniel, Hosea, Mose gehören zu den ältesten figürlichen
Glasmalereien Deutschlands (vermutlich Mitte 12. Jahrhundert), Bronzetür
(um 1356) mit 35 Relieftafeln mit Szenen aus dem Alten Testament.
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Das
Römische Museum ist in der zweischiffigen Kirchenhalle
der ehemaligen Dominikanerkirche des Klosters St. Magdalena mit Stuck
der Gebrüder Feichtmayr (um 1720) untergebracht. Es enthält
Denkmäler und Fundstücke aus Augsburg (der ehemaligen römischen
Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum) und der Region Schwaben von der
vorgeschichtlichen Zeit bis zur frühchristlichen und frühmittelalterlichen
Epoche.
Die Altstadt der ehemaligen Freien Reichstadt
Lindau
liegt auf einer fast 70 ha großen Insel, die durch einen Straßen-
und Eisenbahndamm mit dem Festland verbunden ist. Die schönsten Bauwerke
sind das alte Rathaus mit seinen Fassadenmalereien und die Häuser
am Marktplatz mit dem auffällig bemalten "Haus zum Cavazzen".
Das Alte Rathaus wurde 1422 - 1436 im gotischen Stil erbaut,
1536 und 1578 dem Geschmack der Renaissance angepasst. Das Erdgeschoss
birgt die jahrhundertealte Reichsstädtische Bibliothek und das Archiv.
Die beiden oberen Säle werden heute als Sitzungszimmer benützt.
Die Bildfelder im Erker stellen die "Zehn Gebote" dar. Die prächtige
Bemalung zeigt Szenen vom Deutschen Reichstag anno 1496.
Die
Peterskirche ist mit Fresken ausgestaltet und ist
die älteste Kirche Lindaus. Um das Jahr 1000 wurde sie erbaut und
war bis 1180 die Pfarrkirche der Stadt. Seit 1928 ist sie eine Kriegergedächtnisstätte.
Die
Hafeneinfahrt mit ihren beiden Leuchttürmen
wird seit etwa 150 Jahren von einem steinernen Löwen bewacht.
Im Jahre 1856 wurde die Hafenanlage vollendet, die noch heute als die
schönste am ganzen Bodensee gilt. Zusammen mit dem 33 m hohen Leuchtturm
flankiert das bayerische Wappentier die Hafeneinfahrt.
Das "schönste Bürgerhaus am Bodensee", das
Stadtmuseum
beherbergt heute die umfangreiche Sammlung mit Möbeln von der Gotik
bis zum Jugendstil, Graphik, Silber, Glas, Zinn, Keramik, historisches Spielzeug
sowie bedeutende Gemälde und Plastik.
Besondere Attraktion: u.a. Historische Drehorgeln, Orchestrien, Flöten,
Triangeln und Trommeln, Spieluhren und mechanische Klaviere.
Der
Mangturm wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut.
Den Namen erhielt der ehemalige Leuchtturm von den Wäschemangen, die
im Mittelalter hier angelegt waren.
Das bunte Pyramidendach erhielt der an der Hafenpromenade gelegene Turm
erst im 18. Jahrhundert. Er ist gleichzeitig das südliche Ende des
Wassergrabens, der einmal die Hauptinsel von der "Hinteren Insel"
trennte.
Kempten, die Stadt der Superlative:
nicht nur die älteste, nicht nur eine der schönsten, sondern auch
die mit der umfangreichsten Gründungsgeschichte: Vor 2000 Jahren waren
es die Römer, fast gleichzeitig mit den Kelten, die sich hier ansiedelten.
Die Stadt liegt zentral und wunderbar eingebettet in eine eiszeitliche Gletscherlandschaft:
nördlich der sehenswerte Illerdurchbruch zwischen Jung- und Altmoränen,
rundherum etliche Hochmoore und tiefe Wälder sowie die großartigen
Ausblicke auf die Allgäuer Alpen.
Der
Rathausplatz mit seiner manieristischen Brunnensäule
atmet rundum Geschichte. Alle Fassaden sind eines Museums würdig: besonders
die des Rokoko-Palastes Londoner Hof, aber auch das ehemalige Zollhaus und
das Neubronner Haus (heute Stadtmuseum) bieten einen prachtvollen Anblick.
Mittelpunkt ist natürlich das Rathaus, ein spätgotischer Steinbau
(1474) mit Giebeln aus der Renaissance und einem barocken Zwiebelturm.
Die
St.- Mang - Kirche präsentiert sich im Gegensatz
zum katholischen Barock der Residenz im klaren Stil der Spätgotik,
1426 bis 1440 auf den Trümmern einer frühromanischen Klosterzelle
errichtet und vergrößert. Eine dreischiffige Basilika und der
66 Meter hohe Kirchturm beherrschen das Zentrum Kemptens gegenüber
der päpstlichen Residenz der Fürstäbte.
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Basilika St. Lorenz Der Dreißigjährige Krieg
machte 1632 Schutt und Asche aus ihr. Von 1652 bis 1666 wurde sie wieder
errichtet, allerdings im jungen deutschen Barockstil - alles wirkt schlichter,
kühler und strenger. Beeindruckend sind das mächtige Langhaus
sowie die Rundkapellen und das Kuppel-Oktagon (achteckig, 42 Meter hoch).
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Das Allgäu-Museum befindet sich im um 1700 unter
Fürstabt Rupert von Bodman erbauten Kornhaus, einem der monumentalsten
profanen Barockbauten im Allgäu.
Der Rundgang durch das 1999 eingerichtete Allgäu-Museum beginnt
mit einer Zeitreise durch Kempten: aus der Gegenwart geht es zurück
ins frühe Mittelalter. Gezeigt werden unter anderem Fürstäbte
und Patrizier, Fürstenglanz und Handwerk aus einer Zeit, als Kempten
noch in katholische Stiftsstadt und protestantische Reichsstadt geteilt
war. Gotische Drachenleuchter sind genauso zu bewundern wie einmalige
Hinterlassenschaften des mittelalterlichen Alltags.
Das Leben der Landbevölkerung spielte sich zwischen Arbeit und Andacht
ab. Flachsbearbeitungsgeräte und milchwirtschaftliche Gerätschaften
beleuchten zwei der wichtigsten ländlichen Arbeitsbereiche der letzten
150 Jahre. Besonders sehenswert ist auch die zwischen 1820 und 1843 entstandene
Jahreskrippe des Ludwig Weiß, die aus über 250 Figuren besteht.
Turm- und Bilderuhren, Zappler und andere Uhren werden zusammen mit Goldwaagen,
Geldtruhen, Taler und Batzen unter dem Motto Zeit ist Geld ausgestellt.
Sogar ein im 17. Jahrhundert vergrabener Goldschatz kann bestaunt werden.
In einem eigenen Kunstgewölbe zeigen ausgewählte Werke von
Malern, Grafikern und Bildhauern einen Überblick über die Kunst
im Allgäu vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Der extra entwickelte
Kinderpfad lässt das Allgäu-Museum auch für die jungen
Besucher zu einem Erlebnis werden.